Video veröffentlicht am  27.03.2018

Standortfaktor Mitarbeiter

Warum Fachkräfte so wichtig sind und was die Arbeitskosten für den Standort bedeuten: ein Erklärvideo.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Deutschlands Chemiebranche sind ihre Mitarbeiter. Die Beschäftigten in Produktion und Labors, Verwaltung und Vertrieb sind top-qualifiziert und sorgen mit Engagement und Kreativität dafür, dass Unternehmen innovativ und erfolgreich bleiben. Arbeitgeber und Gewerkschaft ringen regelmäßig darum, wie sie die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen garantieren und zugleich die Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Seit 2007 sind die Löhne in der Chemie nominal um mehr als 30 Prozent gestiegen, real um 16 Prozent. 2016 verdiente ein Chemie-Mitarbeiter in Vollzeit durchschnittlich mehr als 66.000 Euro brutto. Ein Topwert im Vergleich der großen Industriebranchen. Hohe Löhne bedeuten aber zugleich hohe Arbeitskosten und zuletzt stiegen die Löhne zudem schneller als die Produktivität. Das heißt, dass die Mitarbeiter pro Kopf zwar mehr erwirtschaften, der prozentuale Zuwachs reicht aber nicht aus, um die Lohnsteigerungen auszugleichen. Das verbessert die Chancen der internationalen Konkurrenz.

2016 kostete die Arbeitsstunde in Deutschland fast 54 Euro. Nur Belgien war teurer. In den USA waren es nur gut 41 Euro, in Japan knapp 37. Auch bei europäischen Wettbewerbern wie Italien und Spanien liegen die Arbeitskosten zwischen 40 und 50 Prozent unter den deutschen.

Die Arbeitskosten treiben die Produktpreise, die Chemieunternehmen am Weltmarkt durchsetzen müssen. Durch die Digitalisierung und die Verlagerung der Absatzmärkte wird dieser Preisdruck auf Deutschland noch zunehmen. Bei der Lohnentwicklung in der Chemie muss es also darum gehen, beides zu verbinden: Die Leistungen der Mitarbeiter wertschätzen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern.

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